Arachidonsäure-Metabolite

Traditionellerweise hat man Lipide und die darin enthaltenen Fettsäuren lange Zeit als passive Bestandteile von Zellmembranen angesehen. Es war die Pionierarbeit von Forschern wie Bergström, Vane und Samuelsson, die die Bedeutung von Lipiden, insbesondere Fettsäuremetaboliten, für grundlegende physiologische und pathophysiologische Vorgänge, zelluläre Erkennung und Signaltransduktion etabliert haben. Die Identifizierung von Fettsäuren, insbesondere der 4-fach ungesättigten C20-Fettsäure nämlich Arachidonsäure und deren Oxidationsprodukte (z.B. Prostaglandine, Leukotriene und Epoxyeicosatriensäuren) als Mediatoren von Zellproliferation, Entzündung und Schmerz legte die Grundlage zum Verständnis der Wirkungen von nichtsteroidalen Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure (Aspirin), Diclofenac oder Ibuprofen. Ferner lieferten die Erkenntnisse die Basis für die Entwicklung neuer Wirkstoffe wie Leukotrienrezeptor-Antagonisten und 5-Lipoxygenase-Inhibitoren.



Arachidonsäuremetabolismus. Arachidonsäure wird durch Phospholipasen aus Membranen freigesetzt und anschließend durch Cycloogygenasen, CYPs oder Lipoxygenasen zu entsprechenden Signalmolekülen umgewandelt.